Gegenstand des Urheberrechts ist der Schutz des in das äußere Erscheinungsfeld getretenen geistigen Guts ("Werk"). Der Urheber soll angemessen an den wirtschaftlichen Nutzungen seines Werkes beteiligt werden. Das Urhebergesetz schützt Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst. Der Schutz entsteht Kraft Gesetzes, sobald eine konkrete Formgestaltung und die Voraussetzungen des Gesetzes erfüllt sind.

Dabei kommt es auf die Veröffentlichung oder das Erscheinen des Werks, für das Formfreiheit besteht, nicht an.

Vom Urheberrecht sind die sogenannten Leistungsschutzrechte zu unterscheiden. Während Gegenstand des Urheberrechts die schöpferischen Leistungen des Werkschaffenden sind, geht es bei den verwandten Leistungsschutzrechten um Leistungen anderer Art, die nicht die Schöpfungstiefe erreichen, wie bei urheberrechtlich geschützten "Werken" (z. B. Lichtbilder). Außerdem schützt das Gesetz auch diejenigen, die zwar nicht selbst unmittelbar vortragen oder ausführen, sondern bei dem Vortrag oder der Aufführung in ihrem Leistungsergebnis künstlerisch mitwirken.

Computerprogramme sind ebenfalls durch das Urheberrecht geschützt; sie gehören zum Bereich der Wissenschaft und sind - je nach dem, ob eine sprachliche oder graphische Darstellung vorliegt - dem Urheberschutz als Schriftwerk oder Darstellung wissenschaftlicher oder technischer Art zugänglich.